Was ist API-Integration? – Ein Überblick zum Thema API-Integration

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Was ist API-Integration?

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Was ist API-IntegrationAPIs werden in einer Vielzahl von Szenarien eingesetzt, um Daten von A nach B zu übermitteln und dadurch einen Mehrwert zu generieren. Im B2B und B2C Bereich, von Banking über Energieversorger bis zum IIoT-Umfeld – wann immer Funktionseinheiten miteinander verbunden werden, damit Daten aus unterschiedlichsten Quellen über verschiedenste Anbindungen gesammelt und verwertet werden können, ist API-Integration notwendig.

Anhand vieler anschaulicher Beispiele beantworten wir die Frage „Was ist API-Integration und wie funktioniert sie?“

API-Integration – damit die Kommunikation sicher klappt

Damit verbundene Funktionseinheiten miteinander kommunizieren können, wird eine Übersetzung notwendig, für die die Schnittstelle verantwortlich ist. Im Kontext von API-Schnittstellen wird dieser Teil API-Integration genannt. Die API wird mit einer Datenquelle wie beispielsweise einer zentralen Auskunft verbunden. Dabei muss dafür gesorgt werden, dass sie die eingehenden Anfragen (z.B. über eine REST API oder SOAP) in eine kompatible Form übersetzen kann. Die Zielstruktur der angrenzenden Funktionseinheiten kann sich stark von der ausgehenden Dateneinheit unterscheiden, was die Mediation unter Umständen kompliziert macht. Die ausgehende Antwort muss ebenfalls im passenden Format erfolgen. Durch die API-Integration werden all diese Übersetzungsaufgaben erledigt.

Hinzu kommt die Tatsache, dass eine API nicht zwangsläufig mit nur einer einzigen Funktionseinheit verbunden sein muss. Eine Anfrage einer API muss häufig in diverse Anfragetypen auf verschiedene Backendsysteme aufgelöst werden, um final zu einer Bereitstellung einer vereinheitlichten Response zu führen. Da die jeweiligen Backendsysteme auf unterschiedlichste Weisen kommunizieren können, wird eine multidimensionale API-Integration notwendig.

Herausforderungen bei der API-Integration

Implementiert ein Unternehmen nur einige wenige APIs mit trivialem Charakter, kann ein Programmierer dies in ein paar Tagen schnell und einfach umsetzen.

API-Integration

Es wird schwierig, erhöht den Bereitstellungsaufwand und ist eine Herausforderung für Entwickler, wenn die API-Integration auf mehreren Endpunkten basiert und ein Prozess verwaltet oder synchronisiert werden muss.

Es ist schließlich eine große Herausforderung, die API-Integration mit mehreren Systemen, Anwendungen und Diensten durchzuführen. Einige von ihnen könnten REST-API-Schnittstellen bereitstellen, andere nicht, so dass eine breite Palette von Integrationsmöglichkeiten erforderlich ist, um eine solche Implementierung zu ermöglichen.

Es reicht nicht aus, sich nur auf die verschiedenen Varianten von APIs zu konzentrieren. Wenn ein Unternehmen viele unterschiedliche APIs implementiert und integriert, passiert etwas Bekanntes – das gefürchtete Integrations-Spaghetti:

API-Integrations-Spaghetti

 

Es gilt, den Wildwuchs bei der Nutzung von APIs im Unternehmen zu vermeiden. Die Verwendung von APIs für alle Arten von Integrationsanforderungen wird nicht mehr geregelt. Dies ist der Zeitpunkt, an dem Unternehmen ihre APIs richtig pflegen und verwalten müssen. Hier setzt das API-Management an – unabhängig davon, ob wir über interne oder externe Integration sprechen.

Beispiele für API-Integration

Cloud: Die Cloud bietet enorme Vorteile bei Kosten, Skalierbarkeit und Flexibilität. Wer aber Cloud-Applikationen wie etwa Salesforce nutzen will, muss seine eigenen Systeme an diese anbinden und z. B. gewährleisten, dass der cloudbasierte CRM-Service die vorhandenen Kundenstammdaten aus dem ERP-System nutzen kann. Zugriffe auf interne Daten müssen jedoch sicher und kontrolliert erfolgen: Schließlich geht es um geschäftskritische Systeme und sensible Informationen.

Die Lösung: APIs, die gezielt den Zugriff auf die benötigten Daten und Funktionen erlauben.

Mobile App: Mobile Apps liegen im Trend. Sie machen Prozesse und Mitarbeiter flexibler, effizienter und produktiver, und sie helfen dabei, Kunden und Partner enger einzubinden. Aber auch mobile Apps benötigen für den produktiven Business-Einsatz Zugriff auf relevante Unternehmensdaten. Die liegen jedoch meistens geschützt hinter Firewalls in komplexen Business-Systemen und Datenbanken.

APIs ermöglichen eine gesicherte und gesteuerte Freigabe der nötigen Datenzugriffe von außen und ermöglichen so vielfältige mobile Anwendungen.

Denken Sie beispielsweise an die Möglichkeiten, Produkte über Content-Kampagnen zu vermarkten, indem sie auf attraktiven Websites platziert und über Apps und mobile Endgeräte zugänglich gemacht werden. So ist es beispielsweise für Hersteller und Vertreiber von Gewürzen und Backzutaten durchaus üblich, Rezepte mit den eigenen Produkten auf gut frequentierten Rezeptportalen zu platzieren und diese gleichzeitig in die vorgeschlagenen Einkaufslisten zu integrieren.

Jegliche Art von Handwerkertipps und Bauanleitungen funktioniert auf die gleiche Weise: Bilder der eigenen Produkte werden als Anschauungsmaterial für die Anleitung verwendet und die passenden Produkte parallel auf den vorgeschlagenen Einkaufslisten platziert, die man sich als App auf sein Handy laden kann.

API-basierte B2B-Integration

API-Integration sollte nicht als Ersatz für die seit vielen Jahren verwendete B2B-Integration durch chargengesteuerte Ansätze wie EDI- und XML-basierten Massendatenaustausch in verschiedenen Branchen angesehen werden. Kleine Sprinter werden auch nicht die Aufgabe von LKWs und Frachtschiffen übernehmen, sie eröffnen lediglich neue Möglichkeiten für Unternehmen.

Als Ergänzung zu EDI ist API-Integration eine Bereicherung für eine engere Integration der Geschäftspartner und wird für die Bereitstellung besserer Dienstleistungen genutzt.

So stellen viele Unternehmen ihre Preise und Lagerbestände in Echtzeit über APIs für ihre Händler bereit. Diese können die Daten über APIs direkt in ihre Shopsysteme einfließen lassen und verfügen so stets über aktuelle und akkurate Informationen.

Data as a Service

Als Data as a Service bezeichnet man beispielsweise den Service, den die API von Google Maps bietet oder die API, die den Zugriff auf Twitter ermöglicht. Solche APIs sind für manche Branchenszenarien interessant, die ihren Kunden durch diese Features einen Mehrwert bieten wollen. Mithilfe von APIs können aber auch ganz konkret Verkaufserfolge analysiert werden, indem beispielsweise Produktkampagnen des Einzelhandels über Social-Media-Kanäle wie Facebook-Anzeigen präzise ausgewertet werden können. Zunächst wird die erreichte Anzahl der „Likes“ gemessen. Diese kann dann mit den Verkaufsberichten abgeglichen werden, die direkt von den Verkaufsstellen per EDI in einen Data Lake integriert werden. Datenanalysten könnten mit diesen Informationen herausfinden, ob die Anzeige auf Facebook zu einer besseren Verkaufsleistung am Point-of-Sales der Einzelhändler beiträgt. Einige Unternehmen gaben bis zu 20 % ihres Budgets für Marketingzwecke aus. Durch API-basierte Daten sind diese nun in der Lage, den Erfolg einzelner Kampagnen zu messen und auszuwerten, indem sie diese Datenquellen automatisiert mischen.

Brancheninitiativen wie z.B.: Open Banking

Standards, Mandate und Brancheninitiativen helfen, eine neue Technologie oder einen neuen Ansatz auf schnellstem Wege zu etablieren. Das prominenteste und erfolgreichste Beispiel ist das Mandat, das Finanzdienstleister zwingt, Schnittstellen freizulegen, was es z. B. FinTech-Start-ups ermöglicht, ihr Geschäft aufzubauen und jegliche Art von technischen Barrieren zu verhindern. Interessanterweise nutzen bereits erste Geschäftskunden die Möglichkeiten des Open Banking Standards zu ihrem Vorteil. Die so genannte Berlin-Group hat für dieses Branchenszenario API-basierte Standards festgelegt. Andere Branchen, wie Healthcare, folgen bereits. Die SEEBURGER AG engagiert sich zum Beispiel im Rahmen der UN/CEFACT, um Normierungen im Bereich Logistik voranzutreiben.

Doch das Bereitstellen und Integrieren der verschiedenen Arten von APIs ist nur die halbe Miete. Eine API-Management-Schicht ist notwendig, um APIs zielgerichtet einsetzen zu können.  Alles rund um die API-Management-Thematik erfahren Sie in unserem Blog „Was ist API-Management?“ und „Was ist API-Life Cycle Management?

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thomas kamper

Über den Autor:

Thomas Kamper, SVP Strategic Product Management, ist verantwortlich für strategische Produktinitiativen im Zusammenhang mit allen Business Integrationstechnologien und -lösungen von SEEBURGER. Der Schwerpunkt liegt derzeit auf API-Lösungen und Big Data. Er ist auch für Lösungen verantwortlich, die es Unternehmen ermöglichen, Herausforderungen hinsichtlich Transparenz und Kontrolle zu meistern, wenn ihr Tagesgeschäft auf die reibungslose Ausführung digitalisierter Geschäftsprozesse angewiesen ist. Er ist im Dezember 2017 wieder bei SEEBURGER eingetreten. Zuvor war er als Interims-Manager und Business Advisor tätig. Er unterstützte dabei viele Jahre das C-Level von Software- und Cloud-Service-Anbietern, ihre strategischen Produktinitiativen erfolgreich umzusetzen.