Ad-hoc-Integrator: Die wichtige Nebenrolle bei Integrationsprojekten
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Was ist ein Ad-hoc-Integrator?

| | Chief Cloud Officer, SEEBURGER
Der Ad-hoc-Integrator

Integrationsaufgaben in Unternehmen sind sehr vielschichtig und bedienen die unterschiedlichsten Bedürfnisse und Anforderungen. Für jede Integrationsstrategie sind daher spezielle Kenntnisse und Fähigkeiten der jeweiligen Integrationsverantwortlichen gefordert. Je nach Einsatzbereich benötigen sie sehr unterschiedliche IT-Kenntnisse und Programmierfähigkeiten. Entsprechend haben sich verschiedene Integration-Personas herauskristallisiert, die diesen Anforderungen möglichst nahekommen. Lernen Sie in diesem Beitrag die unterschiedlichen Facetten des Ad-hoc-Integrators kennen.

Citizen Integrator vs. Ad-hoc-Integrator

Wer ist am besten für welche Integrationsaufgaben geeignet? Das kann man sich angesichts der immer zahlreicher werdenden Integration-Personas berechtigterweise fragen. Den Citizen Integrator kennen Sie möglicherweise bereits. Er ist häufig Datenexperte, also beispielsweise Data Scientist oder Data Analyst. Programmieren gehört allerdings nicht zu seinen Kernaufgaben. Um seine Tätigkeit jedoch ausüben zu können, muss er sich zwangsläufig mit Fragen der Integration auseinandersetzen, damit er die benötigten Daten für seine Analysezwecke zugänglich und nutzbar machen kann.

Der Ad-hoc-Integrator hingegen verfügt über professionelle Programmierkenntnisse. Er kommt in den meisten Fällen aus den Bereichen Softwareentwicklung oder IT-Administration. Dabei sind Integrationsaufgaben jedoch auch für einen Ad-hoc-Integrator eher Nebentätigkeiten, die er bei Bedarf ausführt, wenn sie seine Entwickler- bzw. Admin-Tätigkeiten unterstützen. Kommt ein Ad-hoc-Integrator beispielsweise aus dem IT-Administrator-Umfeld, wird er nach Integrationslösungen suchen, die ihm bei der Bereitstellung und Verwaltung von Anwendungen, Daten oder IT-Prozessen dienlich sind. Der Softwareentwickler hingegen wird eher Lösungen bevorzugen, die ihn bei seinen Entwickleraufgaben unterstützen, zum Beispiel bei der Implementierung von APIs, oder Code- bzw. Microservice-basierte Integrationsansätze nutzen.

Was macht ein Ad-hoc-Integrator?

Ein Ad-hoc-Integrator, der sich im Umfeld von IT-Administration oder Softwareentwicklung bewegt, verwaltet oder entwickelt beispielsweise unternehmensinterne Anwendungen und Tools zum Managen der Geschäftsprozesse oder zur Prozessautomatisierung. Er ist mit der digitalen Einbindung und Verwaltung von Maschinen, Prozessen und Systemen im Umfeld von IoT– und digitalen Zwillingen betraut, verwaltet Stammdaten oder macht Daten für Analysezwecke zugänglich. Dies schließt unter anderem Aufgabenbereiche wie API-Integration und API-Management ein. Um seine Administrations- bzw. Entwickleraufgaben optimal ausführen zu können, reicht die Bandbreite seiner Aufgaben von der modernen Softwarebeschaffung über die Cloud, der Integration von On-Premises-Applikationen und Daten oder mobilen Endgeräten, bis hin zur Integration von Legacy-Systemen.

Durch die Anforderungen, die im Zusammenhang mit der strategischen Modernisierung von Anwendungen, der API-Integration oder auch der Vernetzung von Anwendungen entstehen, steigt die Nachfrage nach Integrationstätigkeiten und entsprechend qualifizierten Mitarbeitern wie einem Ad-hoc-Integrator stetig. So stellt die Vielzahl und Heterogenität potenziell nützlicher Datenquellen und deren Verteilung und Integration den Ad-hoc-Integrator vor die Herausforderung, stets die passenden Datenintegrationstechniken identifizieren und umsetzen zu können.

Auf welche Integrationsszenarien kann ein Ad-hoc-Integrator treffen?

Ob unternehmensinterne Systeme verbunden oder ganze Ökosysteme aufgebaut werden sollen, die externe Plattformen, Lieferanten etc. integrieren; ob die Anbindung cloudbasiert oder on-Premises erfolgt; eine moderne, API-basierte Architektur oder Legacy-Systeme oder beides in Kombination vorliegen – ein Ad-hoc-Integrator kann je nach Unternehmen mit den unterschiedlichsten Voraussetzungen und Anforderungen konfrontiert werden. Werfen wir einen Blick auf drei gängige Szenarien:

  • iPaaS bietet dem Ad-hoc-Integrator die Vorteile einer Infrastruktur, die über die Cloud bereitgestellt wird. Hierbei wird die gesamte Integrationsplattform in die Cloud verlagert, wo sie von einem externen Anbieter implementiert und gewartet wird. Ergänzt man sie um Konnektoren für die Anbindung an die immer beliebter werdenden Cloud-Dienste/Software-as-a-Service Anwendungen (kurz SaaS), entsteht eine komplette iPaaS-Lösung. Mit iPaaS kann ein Ad-hoc-Integrator also Prozesse zwischen Anwendungen implementieren, ohne den Aufwand, eine Integrationsplattform betreiben zu müssen.
  • Eine API-basierte Data-Centric Architecture stellt dem Ad-hoc-Integrator Daten aus unterschiedlichsten Quellen und in unterschiedlichsten Formaten, kombiniert und zusammengefasst auf einer Integrations- oder zentralen Datenschicht, und für alle Anwendungen zugänglich, zur Verfügung. Durch die abstrahierende API-Fassade ist es vollkommen irrelevant, wie die Backend-Landschaft aussieht. Eine professionelle API-Solution machen es dem Ad-hoc-Integrator leicht, alle Herausforderungen, die mit der Datenintegration, Datenbereitstellung und der Datensicherheit zusammenhängen, abzudecken.
  • Ist der Ad-hoc-Integrator mit dem Entwickeln und Verwalten von Lösungen zur Konsolidierung und Bereitstellung von Daten innerhalb eines Unternehmens betraut, die noch auf einer serviceorientierten Architektur basieren, wird er sich gut mit dem herkömmlichen ESB (Enterprise Service Bus) auskennen. Dieser ermöglicht es ihm, alle Unternehmensanwendungen, die nicht direkt miteinander verbunden sind, auf übersichtliche Art und Weise über einen zentralen Bus miteinander zu integrieren.

Wo benötigt ein Ad-hoc-Integrator Unterstützung?

Der Ad-hoc-Integrator beschreibt eine Integration-Persona, die über professionelle und weitreichende IT-Fähigkeiten verfügt, deren Kerntätigkeit jedoch nicht zwingendermaßen in der IT selbst, sondern in einem der Fachbereiche anzusiedeln ist. Dies birgt die Gefahr, dass der Ad-hoc-Integrator die IT-spezifischen Anforderungen von Integrationsvorhaben nicht korrekt erfüllt, wie z. B.

  • die Wahrung von Qualitäts- und Sicherheitsvorschriften, wie beispielsweise API-Security,
  • die Wahrung der Konformität mit Vorgaben und Richtlinien, die unter anderem für die Erlangung spezieller Zertifizierungen erforderlich sind sowie
  • die Dokumentation und Wiederverwendbarkeit von Integrationsmaßnahmen, wie beispielsweise der Führung eines API-Katalogs oder API-Full-Lifecycle-Management.

Der Ad-hoc-Integrator als wertvolle Entlastung der Unternehmens-IT bei Integrationsvorhaben

Damit in einem Unternehmen die immer zahlreicher werdenden Integrationsaufgaben effizient umgesetzt werden können, ist es sinnvoll, diese an unterschiedlich qualifizierte Integration-Personas zu übertragen. Dies entlastet die Integrationsspezialisten, die sich in Vollzeit mit der Implementierung von Integrationslösungen befassen. Ein Ad-hoc-Integrator kann hierbei bereits mehr unterstützen als der Citizen Integrator, da er aus dem IT-Umfeld kommt und über professionelle IT-Kenntnisse verfügt. Dennoch ist es wichtig, dass sämtliche Integrationsvorhaben in einem Unternehmen von der unternehmensinternen IT-Abteilung professionell koordiniert und überwacht werden, um Wildwuchs zu vermeiden und die Sicherheitsanforderungen einzuhalten.

Wie kann SEEBURGER Sie unterstützen?

SEEBURGER Cloud-Services erlauben die einfache, transparente und sichere Integration und den elektronischen Austausch von Daten mit Geschäftspartnern. Die SEEBURGER Business Integration Suite ist die Komplettlösung aus einer Hand mit modularen Services, die jederzeit ganz nach Bedarf kombiniert werden können. Egal, ob unternehmensinterne Systeme verbunden oder ganze Ökosysteme mit Lieferanten und externen Plattformen neu aufgebaut werden sollen: Die Einsatzmöglichkeiten der SEEBURGER Business Integration Suite sind so individuell wie Ihr Unternehmen selbst. Sei es On-Premises in der Private Cloud, in einer Public Cloud, als iPaaS oder als Full Service Integrationsplattform in der SEEBURGER Cloud– wir haben die passende Lösung für Ihre Integrationsherausforderung. Kontaktieren Sie uns noch heute, um die optimale Lösung für Ihre Anforderungen zu finden!

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Dr. Martin Kuntz

Ein Beitrag von:

Dr. Martin Kuntz arbeitet seit 2000 für die SEEBURGER AG, seit 2015 ist er Mitglied des Vorstands. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Cloud, Business Applikationen und der Digitalisierung fachlicher und technischer Geschäftsprozesse. Er verfügt über Abschlüsse in Physik und BWL. Zuvor arbeitete er mehrere Jahre im Bereich Simulation für das „Karlsruher Institut für Technologie“ und für Airbus-Tochter „Airbus Defence and Space“.