⚡️SAP S/4HANA-Integration⚡️ 3rd-Party und Legacy
SAP Anwender

SAP S/4HANA-Integration mit 3rd-Party-Applikationen und Legacy-Systemen

| | SVP Strategic Product Management, SEEBURGER AG
S/4HANA-Integration mit 3rd-Party Applikationen und Legacy Systemen

Je nach individueller IT-Landschaft, Branche, Multi-Cloud– oder Digitalisierungs-Strategie ist die Menge und Heterogenität an Integrations-Prozessen und zu integrierenden Endpunkten im Kontext einer SAP S/4HANA-Einführung oft sehr unterschiedlich. Auf einer sehr einfachen Meta-Ebene lassen sich mit einem hohen Abdeckungsbedarf vier Integrationsfelder im Integrationsraum SAP S/4HANA bestimmen:

  1. 3rd-Party-Applikationen und Legacy-Systeme
  2. B2B-Integration
  3. Public Cloud und Data Lakes
  4. SAP-Applikationen

Dieser Blogbeitrag behandelt die Integration von 3rd-Party-Applikationen und Legacy-Systemen im Kontext der SAP S/4HANA-Migration.

S/4HANA-Integration mit 3rd-Party-Applikationen und Legacy-Systemen

S/4HANA-Integration mit 3rd-Party-Applikationen und Legacy-Systemen
Abbildung 1: S/4HANA-Integration mit 3rd-Party-Applikationen und Legacy-Systemen

Typischerweise setzen SAP-Anwender zur Abwicklung und Abdeckung ihrer betrieblichen Abläufe und Bedarfe Nicht-SAP-Produkte als cloudbasierte Applikationen oder in der On-Premises-Variante ein (sogenannte 3rd-Party-Lösungen). Wie bereits in unserem Beitrag SAP S/4HANA-Integration – unterschätzen Sie das Projektrisiko? dargelegt, enden oder beginnen im Schnitt nur noch 30 % der Integrationsstrecken in einer SAP-Anwendung. Das bedeutet: 70 % der Integrationen betreffen Nicht-SAP-Systeme und externe Partner.

3rd-Party-Angebote, die häufig mit SAP S/4HANA integriert werden

Cloudbasierte Business Applikationen

Durch marktagile neue Anbieter von Business Applikationen, vor allem im Umfeld der cloudbasierten Angebote, ist deren Adoptionsrate bei Kunden in der letzten Dekade stetig gestiegen. Prominente Beispiele hierfür sind Salesforce, Workday, ServiceNow und Coupa. Daneben setzen manche Unternehmen aber auch parallel zu SAP ERP Microsoft Dynamics 365 ein, die Cloud-ERP und Cloud-CRM-Lösung des US-Anbieters. Zusätzlich existiert eine Vielzahl an On-Premises-Systemen für diverse Einsatzgebiete. Für beide Kategorien gilt, dass diese Angebote offensichtlich für Kunden Vorteile gegenüber den SAP-Angeboten haben oder Anforderungen adressieren, für die sie bei der SAP aktuell keine befriedigenden Lösungen vorfinden.

Handelsplattformen, E-Commerce-Lösungen, Ökosysteme und Serviceanbieter

Daneben existieren Systeme, Handelsplattformen und E-Commerce-Lösungen – etwa Marktplatzanbieter wie Amazon oder Webshop-Anbieter wie Shopify – und Ökosysteme wie Trading- und Kollaborations-Plattformen, die häufig Geschäftsprozesse in bestimmten Branchen unterstützen. Transporeon hat zum Beispiel eine große Bedeutung für die Branche Logistik und deren Partner im Raum DACH. Ein weiteres Beispiel in dieser Kategorie sind Service-Dienstleister wie etwa PayPal, die als System oder Applikation zu betrachten sind, die Integrationsanforderungen mit sich bringen.

Herausforderungen der Integration von 3rd-Party-Applikationen und Legacy-Systemen mit S/4HANA

Wesentlich ist, dass diese 3rd-Party-Applikationen sowohl technische und prozessuale als auch semantische Anforderungen bezüglich ihrer Datenmodelle stellen, die im Rahmen einer Integration mit SAP S/4HANA gelöst werden müssen. Cloudbasierte Applikationen bringen zusätzliche Herausforderungen im Zusammenhang mit Firewall-Konfigurationen mit sich.

Selbst wenn diese Systemwelten gewisse Standards und Datenmodelle für die Integration bereitstellen, ist deren Breite und Heterogenität sowie die Prozess-Orchestrierung die zentrale Aufgabe nahtloser Integrationsprozesse.

Legacy-Systeme und Eigenentwicklungen erschweren die Integrationsmöglichkeiten zusätzlich. Sie bieten oft nur rudimentäre bis wenig ausgereifte Schnittstellen-Technologien an. Das Fachwissen um die besten und stabilsten Zugriffsmöglichkeiten, die Möglichkeit der Anpassung von Datenmodellen für transaktionale oder stammdatengetriebene Prozesse, entscheidet den Erfolg einer nahtlosen Prozessintegration. Entscheiden sich Unternehmen, auch diese Kategorie von Applikation bei einem Hyperscaler zu betreiben, erhöhen Firewall-Anforderungen die Schwierigkeiten einer raschen Umsetzung der Integrationsanforderungen.

Die B2B-Integration mit SAP S/4HANA behandeln wir in einem weiteren Blogbeitrag. Informieren Sie sich über die SEEBURGER-Lösungen für die SAP S/4HANA-Integration und lesen Sie auch unsere weiteren Blogbeiträge zu all den Aspekten, die bei dieser monumentalen Aufgabe zu berücksichtigen sind. Denn eines ist sicher: S/4HANA-Integration ist Expertensache.

Artikel

Lesen Sie hier den kompletten Fachartikel aus dem E-3 Magazin – Ausgabe Juni 2021.

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Thomas Kamper

Ein Beitrag von:

Thomas Kamper, SVP Strategic Product Management, ist verantwortlich für strategische Produktinitiativen im Zusammenhang mit allen Business Integrationstechnologien und -lösungen von SEEBURGER. Der Schwerpunkt liegt derzeit auf API-Lösungen und Big Data. Er ist auch für Lösungen verantwortlich, die es Unternehmen ermöglichen, Herausforderungen hinsichtlich Transparenz und Kontrolle zu meistern, wenn ihr Tagesgeschäft auf die reibungslose Ausführung digitalisierter Geschäftsprozesse angewiesen ist. Er ist im Dezember 2017 wieder bei SEEBURGER eingetreten. Zuvor war er als Interims-Manager und Business Advisor tätig. Er unterstützte dabei viele Jahre das C-Level von Software- und Cloud-Service-Anbietern, ihre strategischen Produktinitiativen erfolgreich umzusetzen.