SAP & SEEBURGER Partnerschaft: ATLAS 9.0 Update bis 12.07.2020

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SAP GTS Migration von ATLAS 8.9 auf ATLAS 9.0

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ZollDer deutsche Zoll führt derzeit einen Wechsel des ATLAS-Systems von Release 8.9 auf 9.0 durch. Die weiche Migration für diesen Releasewechsel endet am 12. Juli 2020. Bis dahin müssen alle ATLAS-Zollteilnehmer auf das neue Release 9.0 umgestellt haben. Alles, was Sie wissen müssen, im Überblick.

Das IT-Verfahren ATLAS (Automatisiertes Tarif- und Lokales Zollabwicklungssystem) dient der weitgehend automatisierten Abfertigung und Überwachung des grenzüberschreitenden Warenverkehrs.

Seit dem 21.09.2019 führt der deutsche Zoll einen Releasewechsel seines ATLAS-Systems durch, der auch die Teilnehmersoftware betrifft. Der Wechsel von ATLAS-Release 8.9 auf Release 9.0 erfolgt für Teilnehmer im Verfahren der weichen Migration.

Das heißt die Zollteilnehmer können derzeit Einfuhren und Versand auch noch mit dem Vorgängerrelease 8.9 melden. ATLAS 9.0 beinhaltet auch die Export Applikation AES (Release 2.4). Im Rahmen des ATLAS 9.0 Releases wechselt der Zoll auf AES 2.4.4.

Wichtig: Die weiche Migration endet zum 12. Juli 2020. Danach ist keine Nutzung von ATLAS 8.9 mehr möglich.

Teilnehmer, die über diesen Termin hinaus am elektronischen Nachrichtenaustausch teilnehmen wollen, müssen zwingend bis zu diesem Zeitpunkt auf das Release ATLAS 9.0 umgestellt werden. Die Teilnehmerumstellung ist über einen BIN-Antrag (Formular 0872) bzw. einen elektronischen Internetantrag (IA-BIN) beim deutschen Zoll durch den Teilnehmer offiziell zu beantragen.

Die funktionalen Änderungen am neuen Release 9.0 sind überschaubar (ATLAS-Info 3023/19):

  • Die Nachrichtengruppen NEE und SAE werden unterstützt.
  • Das Pattern für das XML-Tag „ConveyanceReferenceNumber“ (Nummer der Beförderung) wurde in der CUSPRL geändert. Jetzt sind auch Ziffern als letzte Stelle für dieses XML-Tag erlaubt.

Was ist nicht im Umfang von ATLAS 9.0 enthalten?

  • Es gibt keine neuen Nachrichtentypen für ATLAS 9.0.
  • Der Releasewechsel auf der Exportseite AES 2.4.4 erfolgt parallel. Allerdings handelt es sich bei Release 9.0 auf der Exportseite nur um ein Zwischen-Release, welches keine Änderungen an der Teilnehmersoftware bedingt und sich somit nicht auf die SEEBURGER-Lösung auswirkt. Wenn Sie neben „Import“ auch „Export“ verwenden, müssen Sie hier nicht weiter aktiv werden.
  • Zelos: Dokumentenuploads für Unterlagen und Stellungnahmen sind erst ab September 2022 verpflichtend.

Was müssen Zollteilnehmer, die die SEEBURGER-Lösung einsetzen, beachten?

Um eine reibungslose Umstellung auf das neue ATLAS Release 9.0 zu gewährleisten, müssen Sie Ihre SEEBURGER-Lösung auf dem neuesten Stand halten. Hierzu sollten Sie die folgenden Punkte berücksichtigen:

  • Die SEEBURGER-Systembasis muss auf das neueste Service-Pack aktualisiert werden: BIS 6.5.2 SP82.
  • Die Solution muss auf das SEEBURGER-Addon v5-20-3 aktualisiert werden.
  • Hinweis: Im Hintergrund wird die Java Runtime implizit von Oracle auf Azul umgestellt. Dies geschieht automatisch durch SEEBURGER während des Upgrades auf SP 82. Es ist keine Aktion durch den Kunden erforderlich.
  • Hinweis: Ab BIS 6.5.2 SP77 werden Windows Server 2008 und SQL Server 2008 nicht mehr unterstützt.

SEEBURGER unterstützt Sie gerne bei der Aktualisierung Ihrer SEEBURGER-Lösung On-Premises.

Übrigens sind natürlich auch die SEEBURGER Cloud-Kunden von den genannten Änderungen betroffen. Sie profitieren jedoch insofern von unseren Cloud-Services, als alle Änderungen automatisch für sie umgesetzt werden. Die SEEBURGER Cloud-Kunden können sich somit auf das funktionale Projekt konzentrieren.

Was ist ein typischer Projektverlauf für die Aktualisierung Ihrer SEEBURGER-Lösung, und für welchen Termin sollten Sie den Go-Live planen?

Die SEEBURGER-Lösung (Addon v5-20-3) ist seit Januar 2020 verfügbar und wurde wie auch das Update für die SAP Seite über SAP bereits ausgeliefert. Alle On-Premises- und Cloud-SEEBURGER-Kunden wurden über das bereitstehende Update informiert und haben entsprechende Angebote erhalten. Die Aktualisierung des produktiven Systems durch SEEBURGER kann von Ende April bis Mitte Juli erfolgen.

Wichtig: Planen Sie die Umstellung so früh wie möglich ab Ende April ein, damit diese rechtzeitig zum 12. Juli abgeschlossen werden kann. So kann SEEBURGER Sie während des Umstellungsprozesses optimal unterstützen.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserem Webinar oder kontaktieren Sie uns bei Fragen einfach direkt.

In unserer Broschüre B2B/EDI für SAP GTS Zoll-Kommunikation haben wir alle Informationen zu unserer Lösung für Sie zusammengefasst.

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Rainer Bartel

Über den Autor:

Vice President Consulting & Product Manager SAP GTS bei der SEEBURGER AG, beschäftigt sich als EDI-Spezialist der ersten Stunde mit dem Thema B2B Integration seit den frühen 90er Jahren. Angefangen hat er im Mars Inc. Konzern und sich dort umfassend mit der Integration von Supply Chain Management-Lösungen im Logistikbereich befasst. Seit 2006 ist er bei SEEBURGER beschäftigt und ist dort als Produktmanager für die SAP GTS EDI Adapter-Lösung von SEEBURGER verantwortlich. Durch seine internationale Erfahrung hat er es erreicht, die Einführung neuer SAP GTS-Projekte für die Kunden von SEEBURGER noch erfolgreicher und zielgerichteter zu gestalten.