E-procurement mit der NHS in Großbritannien
E-Invoicing

NHS Mandat zur elektronischen Beschaffungsstrategie

| | Produktmanager Softwareanwendungen/Dienstleistungen elektronischer Geschäftsdatenaustausch, SEEBURGER AG

NHSIm Moment hat der NHS (National Health Service) Großbritanniens sicherlich dringendere Sorgen, als E-Procurement-Mandate. Die Arbeit, die die Mitarbeiter (und viele Mitarbeiter im Ruhestand) leisten, um bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie zu helfen, ist beeindruckend. SEEBURGER möchte allen medizinischen Hilfskräften auf der ganzen Welt, die gerade jetzt ihr Leben für uns riskieren, Anerkennung aussprechen. Dafür danken wir ihnen aufrichtig.

Sobald der normale Alltag wieder Einzug gehalten hat, stehen wir von SEEBURGER Ihnen gerne mit unserer Erfahrung bei der Einbindung von E-Procurement-Standards wie GS1 und Peppol zur Seite.

 

NHS-eProcurement
Abbildung 1 – NHS eProcurement Strategie mit G1 und Peppol

NHS Mandat zur Nutzung der GS1 und Peppol Standards

NHS-Zulieferer und deren Lieferanten sind angehalten, folgende Schlüsselstandards für die elektronische Beschaffung einschließlich der elektronischen Rechnungsstellung anzuwenden:

  • GS1-Standards für die Produktcodierung, Standortcodierung und Datensynchronisation für elektronische Beschaffungsprozesse.
  • Peppol Nachrichtenstandards für elektronische Bestellungen, elektronische Lieferscheine und elektronische Rechnungen bei der elektronischen Beschaffung.

E-Procurement-Mandat für alle Zulieferer an öffentliche Einrichtungen der NHS

Seit dem 1. Februar 2020 gilt für alle öffentlichen Gesundheitseinrichtungen folgende Verpflichtung:

  • Alle Bestellungen bei in- und ausländischen Lieferanten müssen im elektronischen XML-Format auf Basis der Peppol BIS Version 3 über die NHS-Plattform für die elektronische Beschaffung versandt werden.
  • In den Geltungsbereich des E-Procurement-Mandats fallen elektronische Bestellungen von Einrichtungen, die mit dem NHS in Verbindung stehen.
  • Für den NHS zählen hierzu auch insbesondere elektronische Lieferscheine und elektronische Rechnungen.

Einhaltung des E-Procurement-Mandats des NHS

Alle NHS-Zulieferer setzen bereits in gewissem Umfang E-Procurement-Lösungen ein. Keiner davon hat diese jedoch in einem Ausmaß implementiert, das den gesamten Beschaffungsprozess abdeckt. NHS-Zulieferer sind daher angehalten, den Einsatz ihrer E-Procurement-Systeme zusätzlich auf alle involvierten Abläufe innerhalb ihrer Organisation auszuweiten, die größtenteils außerhalb der Bestellannahme anfallen. Hat ein NHS-Lieferant Lücken in seiner E-Procurement-Infrastruktur, sollten zusätzliche Lösungen implementiert oder E-Procurement-Lösungen eingesetzt werden, die von intermediären Organisationen bereitgestellt werden.

SEEBURGER verfügt über weitreichende Erfahrung mit Peppol. Wir unterstützen Sie gerne dabei, die oben genannten Lücken in der E-Procurement-Infrastruktur mit einer komfortablen cloudbasierten Lösung zu schließen.

Zugriff auf Peppol über den SEEBURGER Certified Peppol Access Point

SEEBURGER ist  zertifizierter Peppol Access Point Anbieter. Mit der cloudbasierten Lösung für Peppol von SEEBURGER  können Zulieferer über das Peppol-Netzwerk problemlos EU-konforme E-Bestellungen von NHS-Auftraggebern in Großbritannien entgegennehmen und elektronische Lieferscheine und E-Rechnungen zurücksenden. Die Einhaltung des E-Procurement-Mandats der NHS wird am Beispiel der Verwendung des Peppol-Standards in Abbildung 2 veranschaulicht.

Abbildung 2 – Die cloudbasierte Peppol-Lösung von SEEBURGER für die Einhaltung des NHS-Mandats

Es besteht zudem die Möglichkeit, die Lösung On-Premises einzusetzen. Dies ist jedoch nur dann wirtschaftlich sinnvoll, wenn größere Auftragsmengen bearbeitet werden sollen. 

Der E-Procurement-Prozess für den NHS in Großbritannien über Peppol

Bei der zunehmenden Öffnung für den internationalen Handel ist die Peppol-Infrastruktur für viele Länder (einschließlich des NHS im Vereinigten Königreich) die erste Wahl. Peppol wird derzeit in mehreren europäischen Ländern eingesetzt. Die Peppol-Authorities sind bereits in 11 europäischen Ländern vertreten. Kürzlich ist die Gesamtzahl der Peppol-Authorities durch die Aufnahme der ersten nicht-europäischen Länder Singapur und Neuseeland auf 13 gestiegen.

Anhand der Beispiellösung aus Abbildung 2 entspricht die SEEBURGER E-Procurement-Lösung dem europäischen Standard, da der gewählte Formattyp auf Peppol-Spezifikationen für elektronische Bestellungen, Lieferscheine und Rechnungen basiert. Das Peppol E-Delivery-Netzwerk erfordert die Verwendung von Peppol Access Points, um strukturierte elektronische Bestelldokumente mit der NHS-Plattform auszutauschen.

Zusammenfassung – Einhaltung des E-Procurement-Mandats des NHS in Großbritannien

Eine skalierbare und zukunftssichere Peppol-Lösung kann nur von einem erfahrenen Cloud-Partner bereitgestellt werden, der die unterschiedlichen Anforderungen der verschiedenen Länder versteht und umsetzen kann. Dazu gehören auch die Anforderungen des NHS E-Procurement-Mandats in Großbritannien.

Alternativ besteht die Möglichkeit, all diese Mandate selbst umzusetzen und zu betreiben oder mit verschiedenen lokalen Anbietern in den jeweiligen Ländern zusammenzuarbeiten. In diesem Fall muss jedoch jeder einzelne der lokalen Anbieter auf individueller Basis verwaltet und überwacht werden – ein langwieriger Prozess, der leicht vom Kerngeschäft abhalten kann.

Die Lösung sollte eingehende und ausgehende Peppol-Dokumente sowie gegebenenfalls andere Formate und Kommunikationskanäle verarbeiten können. Darüber hinaus sollte sie einfach und zuverlässig an Ihr jeweiliges ERP-System angebunden werden können.

SEEBURGER bietet einen „Plug-and-Play“-Cloud-Service für Peppol an, über den Sie Peppol-Dokumente austauschen können. Unsere Dienste sind unabhängig vom verwendeten ERP-System.

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Gerrit Onken

Ein Beitrag von:

Gerrit Onken ist seit 2010 bei der SEEBURGER AG als Produktmanager für Softwareanwendungen und für den Bereich Elektronischer Datenaustausch (EDI) tätig. Seine Schwerpunkte sind Lösungen für SAP, elektronische Rechnungsstellung (E-Invoicing) und die Digitalisierung von geschäftlichen und technischen Prozessen für global agierende Kunden. Ursprünglich gelernter Bankkaufmann, absolvierte Gerrit Onken ein Studium der Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Industriemanagement und Wirtschaftsinformatik. Nach seiner Tätigkeit in der Finanzbranche arbeitete er von 2004 bis 2010 als Manager und Projektleiter bei einer der fünf größten Unternehmensberatungen mit internationalen BPOs in der Banken- und Automobilbranche.