⚡️Business Integration⚡ Automobilindustrie: Logistikprozesse bei Formel D
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Formel D – Logistikservices für die Automobilbranche

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Formel D – Logistikservices für die Automobilbranche

Services entlang der kompletten Automotive-Wertschöpfungskette bilden die Basis des Geschäftsmodells von Formel D. Als globaler Dienstleister für Automobilhersteller und -zulieferer führt Formel D vielfältige Prozesse im Kundenauftrag aus – von der Produktentwicklung über die Produktion bis zum Aftersales. Das A und O dabei: Schnelligkeit, Zuverlässigkeit, Transparenz und Flexibilität. So setzt man konsequent auf nahtlose digitale Prozesse und sorgt mit SEEBURGER BIS für eine tiefe Integration der eigenen IT in die Systeme der Kunden.

Formel D betreibt ein 1.500 m² großes Technik-Center mit professioneller Ausstattung, 115.000 m² Stellplatz-Fläche für rund 6.000 Fahrzeuge und ein in Kürze errichtetes Kompetenz-Center für Elektromobilität. Somit ist das Unternehmen in der Lage, die Versorgung der Automobilproduktion mit einwandfreien Teilen sicherzustellen, komplette Qualitätssicherungsprozesse selbst durchzuführen bzw. den Transport zwischen OEM und Händler zu steuern.

Auf der Tagesordnung stehen Kundenprojekte namhafter OEMs oder Zulieferer. Jeder, der im entsprechenden Lieferkettenmanagement tätig ist, weiß, dass diese Aufträge nicht verhandelbar sind. Sie sind komplex, unaufschiebbar und meistens im Fokus der Industrie. Während es bei Projekten für Zulieferer vorwiegend um zeitkritische sequentielle Materiallogistik für Produktentwicklung oder Produktion geht, beinhalten Aufträge von OEMs hauptsächlich die jederzeit nachvollziehbare Vertriebslogistik ganzer Fahrzeugflotten.

Für die Annahme dieser Aufträge ist die SEEBURGER Business Integration Suite im Einsatz. Über standardisierte B2B/EDI-Nachrichten nimmt sie die Aufträge entgegen und steuert sie fahrzeug- bzw. materialnummernbasiert automatisiert in SAP. Jeder weitere Arbeitsschritt wird in SAP dokumentiert, als Status-Update an den Auftraggeber übermittelt und mit dessen ERP abgeglichen.

„Um uns als Service-Partner in den Takt der Automobilindustrie einbringen zu können, brauchen wir eine entsprechende IT-Infrastruktur. Diese muss nicht nur auf Mausklick des Kunden entsprechende Service-Prozesse in unseren Systemen anstoßen, sondern sie muss auch jeden Schritt einzeln dokumentieren – in Echtzeit.“

Transparente Vertriebslogistik für OEMs

Für einen deutschen Premiumhersteller wickelt Formel D bspw. den Versand fabrikneuer Autos für die globalen Absatzmärkte ab. Wenn diese im Auslieferungslager im norddeutschen Ahlhorn angeliefert werden, ist bereits alles vorbereitet. Die Lieferung wird Tag genau angekündigt und ist nicht verschiebbar. Die Autos werden entsprechend des Kundenauftrags geparkt und für den Weitertransport aufbereitet – etwa mit einem speziellen Lackschutz, Winterreifen oder Nachrüstungen versehen. Dafür ist der Standort mit dem großen Technik-Center bestens ausgestattet. Anschließend erfolgt der Weiterversand, auf der Straße, mit der Bahn oder per Schiff. Autos ohne zusätzliche Qualitätsbearbeitung können von Formel D ohne Zwischenpuffer direkt zum Zielort versendet werden – hierzu werden Fahrzeugdaten, Maße und Bestimmungsorte vom OEM übermittelt und durch BIS 6 sortenrein aufgeschlüsselt.

Handelt es sich um einen Export ins Ausland ist der reibungslose Datenverkehr auf vielfältige Weise wichtig. Neben den per EDI-abgewickelten Standardprozessen, kommt die Zuordnung der Zolldokumente hinzu. Vom Hersteller erhält Formel D die Dokumente als PDF-Dateien. Jedes Formular muss korrekt paketiert, ausgedruckt und dem jeweiligen Auto zugeordnet werden. Es gilt, den Standort des Autos auszumachen – auf dem Stellplatz oder in unterschiedlichen Bereichen des Technik-Centers – verschiedene Abteilungen zu benachrichtigen und den OEM über die erfolgte Hinterlegung der Papiere zu informieren.

Entlang des gesamten Auftrags erhält der Hersteller für jedes einzelne Fahrzeug Rückmeldung über den konkreten aktuellen Prozess. Der Hersteller ist stets in Kenntnis und kann, fährt ein Autotransporter beladen los, auch den Empfänger informieren, Folgeprozesse anstoßen und das weitere Verfahren terminieren. BIS 6 übernimmt somit nicht nur die Abwicklung der gesamten Logistikprozesse, sondern übermittelt auch sicher und zuverlässig sämtliche Zwischenschritte als Informations- und Planungsgrundlage für einen erfolgreichen Vertrieb.

Schnelle Materiallogistik für Fahrzeughersteller und Zulieferer

Aufträge, die die Fahrzeugentwicklung, Produktion oder Qualitätssicherung betreffen, kommen in der Regel von Zulieferern oder Herstellern, die Bauteile bei Formel D einlagern und die Logistik von Formel D nutzen. Bei durchzuführenden Erprobungs- und Validierungsprozessen, Zusammenbau oder Individualisierung der Autos liegt der Schwerpunkt im passenden Teilemanagement. Dazu gehört auch die kritische Logistik benötigter Teile in das Werk des Kunden, zur richtigen Zeit, in der richtigen Reihenfolge.

BIS 6 übernimmt die Kommunikation zwischen Kunde und Formel D. Durch Echtzeit-Synchronisation beider ERP-Systeme ist der Kunde in der Lage, die Auslagerung wie in seinem eigenen System anzustoßen. Per Klick kann er Picklisten zusammenstellen und den Auslagerungsprozess starten, als ob sich die Teile in seiner Warenwirtschaft befänden. Auf jede Aktion erfolgt eine Rückbestätigung als direktes Feedback. Lieferavise werden auf diese Weise veranlasst und der Kunde kann fest mit der Lieferung rechnen.

Auf Zuliefererseite enthalten jedoch gerade ältere Systeme zum Beispiel Freitextfelder eines Kunden als zusammengefasste Informationen, die im System von Formel D einzeln weiterverarbeitet werden müssen. BIS 6 separiert diese Datensätze und überträgt sie direkt in das zugehörige Feld des SAP-Systems von Formel D. Und das ohne einen Hot Folder als Zwischenstation. BIS schreibt die übertragenen Daten ohne Zeitverzug direkt in die Datenbank und meldet den Vollzug dieser Aktion unmittelbar an das Kunden-Ausgangssystem zurück – ein weiteres Beispiel eines kompletten Ende-zu-Ende-Monitorings.

Wie gut solche alten EDI-Systeme bzw. ihre Synchronisation mit zeitgemäßen dann doch noch funktionieren, zeigt besonders eindrucksvoll das 30-Jahre alte SEEBURGER-System WinElke, erste Entwicklung und langjähriger Vorgänger des BIS6. Erstaunlich, aber wahr, ist sie zwar selten, doch immer noch im Einsatz bei erfolgreichen Kleinstunternehmern, deren vielleicht einziges Produkt in der Automobilproduktion nach wie vor rege eingebaut wird – während BIS 6 auf Seiten von Formel D die Nachrichten queuet, drosselt und anpasst, damit auch das System auf der Gegenseite noch mitkommt.

Digitaler Rechnungsworkflow mit individuell definierten Begleitdokumenten

Die Rechnungsstellung dieser komplexen Projekte hat Formel D durch API-Integration eines Enterprise Content Management Systems und individuellem Rechnungsversand über die Business Integration Suite personalisiert und automatisiert.

Automatisierter Rechnungsausgangsprozess für komplexe Projektabrechnungen bei Formel D
Abbildung 1: Automatisierter Rechnungsausgangsprozess für komplexe Projektabrechnungen bei Formel D.

Mehr Logistik-Performance durch automatisierten Datenfluss

Für das anspruchsvolle Business von Formel D sind vor allem Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit und Flexibilität gefragt. Der erfolgreiche Multi-Player setzt daher konsequent auf digitale Prozesse, wo immer es möglich ist. Grundlage hierfür ist die tiefe Integration der eigenen IT in die Systeme der Kunden. Dies gelingt mit dem SEEBURGER BIS 6. Das System übernimmt die kritische EDI-Kommunikation mit den Kunden durch die Synchronisation der beiden Warenwirtschaften.

Die größte Herausforderung dieser eng vernetzten Abläufe besteht darin, den Datenfluss zu standardisieren und zu automatisieren. „In der Regel haben wir es mit mindestens zwei verschiedenen Warenwirtschaftssystemen zu tun – dem des Kunden und unserem eigenen. Und mit unterschiedlichen EDI-Strukturen. Das bedeutet: Die Daten fließen nicht einfach von A nach B. Sie müssen erst umgewandelt werden. Und das erledigt SEEURGER für uns.“

BIS 6 bildet die stabile Grundlage für das erfolgreiche Dienstleistungsgeschäft von Formel D. Durch Integration können alle notwendigen Systeme vernetzt und Prozesse digital abgewickelt – standardisiert, beschleunigt und optimiert werden. Und vor allem in Zukunft kann die Infrastruktur für das wachsende Portfolio von Formel D ganz einfach genutzt werden: mit der Datendrehscheibe im Einsatz können Prozesse, Volumen und Anbindungen beliebig skalieren.

Digitalisierung mit SEEBURGER als Business Partner

Die Entscheidung für die BIS-Plattform, die seitdem allen Anforderungen gerecht wird, lag jedoch nicht nur in der Technik. SEEBURGER hat sich als verlässlicher und starker Partner erwiesen, der die Automotive-Branche kennt, wie kein anderer auf diesem Gebiet. Formel D und SEEBURGER profitieren von einer Vielzahl gemeinsamer Kunden und dem beiderseits umfassendem Know-how über die Logistikprozesse. Auf dieser Basis lassen sich die ganzheitlichen Service-Dienstleistungen von Formel D hervorragend weiterentwickeln und umsetzen.

„Für uns ist BIS 6 die erste Wahl, wenn es darum geht, Daten zu verteilen. Flexibilität, Sicherheit und Geschwindigkeit der Datenübertragung werden für die Automobilbranche immer wichtiger. Und zwar in jedem Prozess, von der Entwicklung bis zur Auslieferung und Abrechnung.“

Case Study

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Ein Beitrag von:

Stefan Pieper arbeitet seit 2012 für die Formel D Group. In seiner Funktion als IT-Projekt- und ISMS-Manager ist er verantwortlich für die globale Integrationsplattform bei Formel D und der Leitung, sowie Durchführung, von Projekten. Die Projekte sind sowohl aus den Bereichen der EDI, E-Invoicing, MFT, API/EAI und ECM.