Vorteile bei E-Commerce-Business und -Integrationslösungen
B2B - Business Integration Cloud E-Invoicing

B2B-E-Commerce Teil 2: 7 Vorteile von E-Commerce und wie Integrationslösungen Ihre E-Commerce-Aktivitäten erfolgreicher machen

| | Produktmanager Software-Applikationen/-Services elektronischer Geschäftsdatenaustausch, SEEBURGER
Vorteile von E-Commerce und entsprechende Integrationsmöglichkeiten

Im B2B-E-Commerce sind Liefergeschwindigkeit, Echtzeitinformationen und Flexibilität von höchster Bedeutung. Kunden möchten ihre Sendung online verfolgen, Informationen zur Lieferung nach der Bestellung ändern oder die Sendung bei Nichtgefallen kostenfrei und bequem zurückschicken. Diese Annehmlichkeiten kennt man vornehmlich aus dem B2C-Bereich, doch auch im B2B-Bereich möchte der Kunde diese nicht missen. Wer hierzu in die Automatisierung von Abläufen investiert und über flexible Integrationslösungen die E-Commerce-Kernanwendung mit weiteren Systemen verbindet, dem erschließen sich weitere Vorteile. Die sieben wichtigsten Vorteile des E-Commerce lernen Sie im Folgenden kennen und erfahren, wie die Integration Ihrer Lösung mit weiteren Systemen Ihre E-Commerce-Aktivitäten deutlich erfolgreicher macht.

Dies ist Teil zwei einer vierteiligen Blogreihe. Sie können sich im ersten Teil zu den Grundlagen von E-Commerce sowie entsprechenden Integrationslösungen informieren. Im dritten Teil lernen Sie sieben Dinge kennen, auf die Sie bei der Erstellung eines Online-Shops achten sollten, und erhalten hilfreiche Lösungsansätze, bevor wir im vierten und letzten Teil auf die Systemintegration im Detail eingehen.

Die Vorteile von E-Commerce und Integration für den B2B-Bereich

Der E-Commerce und die Umsätze, die damit generiert werden, wachsen stetig. Kein Wunder, haben doch digitalisierte und automatisierte Abläufe deutliche Vorteile für Kunden wie Lieferanten. Lernen Sie die sieben wichtigsten Vorteile kennen, die E-Commerce und die lückenlose Integration verschiedener Systembausteine für Ihr Business haben können:

1. Niedrigere Kosten

Ein E-Commerce-Business lässt sich mit wesentlich weniger Kostenaufwand betreiben als der stationäre Handel. Müssen beim stationären Handel zum Beispiel Ladenflächen gemietet, diese eingerichtet und zusätzliche Mitarbeiter für den Direktverkauf eingewiesen werden, fallen diese Aufwände beim Onlinehandel nicht an.

Der stationäre Handel ist auf Lager in relativer Nähe zum Verkaufsort angewiesen und muss gegebenenfalls hohe Mieten dafür in Kauf nehmen. Beim Online-Handel hingegen kann der Standort der Lager nach Kostengesichtspunkten gewählt werden. Auch durch Prozessoptimierung kann sich unter Umständen enormes Einsparpotenzial ergeben. Mit Hilfe einer Integrationsplattform können zum Beispiel Lagerbestände zentral und in Echtzeit abgeglichen werden.  Sind im Lager 1 einige Produkte fast ausverkauft, in Lager 2 dagegen ist der Bestand noch ausreichend? Diese Informationen können mithilfe einer Integrationsplattform jederzeit für alle Betroffenen transparent abgebildet werden. Auch der Direkthandel (Drop-Shipping), also die Warenlieferung direkt vom Hersteller ohne Einbindung des Onlineshops, werden durch die Anbindung von Lagerverwaltungssystemen der Hersteller mit Ihrem Online-Shop möglich.

Die so erreichten Kostenvorteile können als Preisvorteil an die Kunden weitergegeben werden und so die Kundenzufriedenheit erhöhen (siehe Punkt 4). Dies macht den E-Commerce insbesondere für Start-ups besonders attraktiv, die sich noch im Markt etablieren müssen.

2. Bessere Kundenorientierung

Einkaufen Montag bis Samstag 10-18 Uhr, 12-15 Uhr Mittagspause, mittwochs und samstags nur morgens: Damit lockt man im Jahr 2022 keinen Kunden mehr hinter dem Ofen hervor. Mit flexiblen Lebens- und Arbeitsgewohnheiten gehen auch gestiegene Erwartungen an das flexible Einkaufen einher. Stöbern und Bestellen unabhängig von Öffnungszeiten und Geschäftsstandorten entsprechen den modernen Kundenerwartungen an das Einkaufserlebnis.

Der Onlinehandel bietet deutlich bessere Möglichkeiten, Ihr gesamtes Sortiment übersichtlich zu präsentieren. Kunden können anhand von Suchbegriffen die gewünschten Produkte und Lösungen schnell und einfach finden. Aussagekräftige Produktbilder machen das virtuelle Einkaufserlebnis perfekt. Laufen der digitale Einkaufsprozess, die pünktliche Lieferung und bei Bedarf der Retouren-Prozess dank digitaler, automatisierter Prozesse reibungslos, haben Sie einen weiteren glücklichen Kunden gewonnen.

3. Schnellere Bestell- und Rechnungsbearbeitung

Im E-Commerce laufen viele Geschäftsprozesse automatisiert ab. Gerade bei der Bearbeitung von Bestellungen kann hier viel Zeit gespart werden: Neben dem optimierten Bestellprozess aus Kundensicht ergeben sich aber auch für den Shop-Betreiber Vorteile, zum Beispiel durch die automatisierte Integration von Warehouse-Management-Systemen oder einer E-Invoicing-Solution, durch die viele aufwendige manuelle Arbeitsschritte vollautomatisch abgebildet werden können. Durch Automatisierung und Integration können im gleichen Zeitraum bei reduziertem Arbeitseinsatz mehr Bestellungen und Rechnungen bearbeitet werden – die Zahl der Bestellungen, die Sie abwickeln können, ist deutlich weniger durch die endliche Arbeitskraft Ihrer Mitarbeiter begrenzt.

Ein Beispiel: Nutzen Sie Systeme wie beispielsweise ein ERP- oder PIM-(Produktinformationsmanagement-)System, so können Sie durch die Integration mit dem Online-Shop schnell und ohne viel Aufwand all Ihre Daten aktualisieren und anpassen.

4. Geringere Fehlerquote

Besonders Routineaufgaben werden im E-Commerce effizient durchgeführt, da Prozesse, wie die manuelle Übergabe von Daten, von der Bestellbestätigung bis zur Rechnungsbearbeitung, automatisiert werden. Fehler durch manuelle Eingabe werden so vermieden. Auch Standardbestellungen lassen sich automatisiert verarbeiten und an weitere Systeme übergeben. Nicht zuletzt lassen sich Tendenzen wie Maverick Buying (Fachabteilungen bestellen selbstständig unter Umgehung des zentralen Einkaufsweges) im B2B-Einkauf durch transparente und definierte Prozesse leichter unterbinden.

5. Höhere Flexibilität

Eine leistungsfähige E-Commerce-Plattform kann sowohl Standardlösungen, wie Bezahlsysteme, die jedes Unternehmen benötigt, als auch spezielle Branchenlösungen, wie beispielsweise Lagerhausmanagementsysteme für Logistiker, abbilden. Auch können Stammdaten flexibel über das Portal geändert und angepasst werden. Ändert ein Kunde zum Beispiel seine Kontaktdaten, steht der neue Datensatz sofort und ohne manuellen Arbeitsaufwand synchron für alle angebundenen Systeme bereit. Das gleiche gilt für geänderte Benutzerrollen oder Artikelnummern. Mithilfe eines CRM-Systems sind Ihre Kundendaten immer auf dem neusten Stand. Sie können abweichende Adressen so direkt an Lieferanten übergeben.

6. Optimierung des Marketingpotentials

Im E-Commerce sind verkaufsfördernde Maßnahmen, wie die Präsentation von Bestsellern auf der Startseite eines Online-Shops bis hin zum Retargeting und Remarketing, besonders einfach. Beim Remarketing werden beispielsweise Benutzerinformationen gesammelt, um auf deren Basis E-Mails mit Verkaufsangeboten zu verschicken. Retargeting dagegen basiert auf dem Einsatz von Cookies. User, die bereits auf Ihrer Webseite waren und sich Ihre Ware angesehen, aber nichts gekauft haben, bekommen auf Basis der Cookie-Einstellungen nun auf anderen Webseiten Anzeigen geschaltet.

Weitere Marketingmaßnahmen, die speziell im E-Commerce angewendet werden, sind Cross- und Upselling. Beim Cross-Selling werden Kunden ermutigt, Produkte in den Warenkorb zu legen, die zu den von ihnen bereits gekauften oder recherchierten Produkten passen. Beim Upselling, insbesondere bei Dienstleistungen, erhalten Kunden Informationen über Upgrades oder eine leistungsfähigere Version von Produkten, die sie bereits gekauft haben.

Einer der großen Vorteile beim Einsatz einer Integrationsplattform ist die Digitalisierung aller Vertriebskanäle. Alle Informationen, die der Kunde in den Webshop eingibt, können lückenlos, systemübergreifend und barrierefrei  integriert werden. Per Electronic Data Interchange (EDI) können beispielsweise sämtliche für eine Bestellabwicklung erforderlichen Daten und Dokumente elektronisch übermittelt werden – und zwar so, dass alle Beteiligten in Echtzeit von überall auf die Informationen zugreifen können.

7. Internationales Expansionspotential

Laufen Ihre Geschäfte gut, steht schnell der Gedanke an Expansion im Raum. Durch E-Commerce wird Ihr Angebot auch für Kunden im Ausland sichtbar, die Sie mit einem stationären Laden nicht erreichen könnten. Überlegen Sie gegebenenfalls, Ihre Seite beispielsweise auch auf Englisch oder in anderen zielgruppenrelevanten Sprachen anzubieten.

Nicht zuletzt eröffnen Sie sich durch einen Onlineshop auch das Potential, internationale Kunden in anderen Zeitzonen ansprechen zu können und sich so neue Märkte zu erschließen.

Entsteht beispielsweise durch das Wachstum Ihres Unternehmens Bedarf an der Integration weiterer Module, wie zum Beispiel Zahlungs- oder CRM-Systeme, können diese via API oder SEEBURGER-Connectoren an eine Business-Integration-Plattform angebunden werden. So werden sie für die E-Commerce-Systeme einfach verfügbar gemacht. Auch neu hinzukommende Lieferanten in Ihrer Supply Chain können mithilfe von automatisiertem Onboarding ganz einfach an Ihr System angebunden werden.

Fazit

Wenn Sie eine Integrationsplattform nutzen, müssen Sie sich nicht festlegen, welche oder wie viele Systeme Sie anbinden möchten. Grundsätzlich integrieren Sie zunächst die zum Startzeitpunkt vorhandenen Systeme mit der Plattform und können von dort aus nach Bedarf skalieren und flexibel weitere Systeme anbinden oder austauschen – intern oder extern.

Wie SEEBURGER im E-Commerce hilft

Die SEEBURGER Business Integration Suite (BIS) ist die Integrationsplattform, mit der Sie all Ihre Systeme einfach anbinden und integrieren können, um die oben genannten Vorteile zu nutzen. Dabei binden wir sowohl interne Systeme – beispielsweise Produktstammdatensysteme, Webshops, ERP oder Lagerinformationssysteme –, als auch externe Systeme von Partnern – wie beispielsweise Bezahlsysteme und Lagerverwaltungssoftware – an. Die Kommunikation mit Geschäftspartnern wird digitalisiert.

Wir haben eine große Anzahl an Konnektoren, die Ihre verschiedenen Systeme leicht an die SEEBURGER BIS anbinden können und so für einen reibungslosen Ablauf sorgen. So können Sie sich auf Ihr eigentliches Kerngeschäft fokussieren!

Die SEEBURGER BIS gibt es in verschiedenen Modellen, vom klassischen On-Premises-Modell über die eigene Installation in einer Public Cloud bis hin zu vollständig gemanagten Cloud-Services und sogar einer Mischform aus beidem. Dies bietet Ihnen ein hohes Maß an Flexibilität, eine simple Wartung und einfache Optionen für die Erweiterung Ihres Shops mit minimalem Aufwand. Die BIS enthält außerdem einen multifunktionalen Adapter, sodass sich die Datenkonvertierung von selbst erledigt.

Ein E-Commerce-Business funktioniert nur, wenn Sie Ihre verschiedenen Systeme und Anwendungen miteinander verbinden. Branchenexpertise im E-Commerce mit der SEEBURGER BIS!

Webcast-On-Demand

In unserer Live-Demo erfahren Sie, wie Sie Marktplätze online anbinden können.

Jetzt ansehen

Haben Sie Fragen oder Anmerkungen?

Wir freuen uns hier über Ihre Nachricht.

Teilen Sie diesen Beitrag, wählen Sie Ihre Plattform!

Rolf Wessel

Ein Beitrag von:

Rolf Wessel ist seit 2010 Produktmanager bei der SEEBURGER AG für Software-Applikationen und -Services für den elektronischen Geschäftsdatenaustausch. Seine Schwerpunkte liegen auf Lösungen für SAP, der elektronischen Rechnung (E-Invoicing) und Innovationen für die Digitalisierung fachlicher sowie technischer Geschäftsprozesse. Das Forum elektronische Rechnung Deutschland (FeRD) hat Rolf Wessel als Experten berufen. Als Projektleiter bei der United Nations Centre for Trade Facilitation and Electronic Business (UN/CEFACT) erarbeitet er internationale Handelserleichterungen und etabliert Standards für elektronische Geschäftsprozesse. Weiterhin vertritt er die deutsche Delegation des FeRD beim deutsch-französischen Workshop mit dem Forum National de la Facture Electronique (FNFE) und unterstützt damit die Regierungsinitiative zur internationalen Standardisierung und Harmonisierung von E-Invoicing-Prozessen. Er ist Mitarbeiter im Arbeitsgremium "Elektronisches Geschäftswesen" beim Deutschen Institut für Normung e. V. (DIN) und Verband elektronische Rechnung (VeR). Rolf Wessel ist Diplom-Wirtschaftsinformatiker (FH) mit den Schwerpunkten Finanzwirtschaft und Produktionsplanung. Nach Berufsstationen in der Elektro-, Finanz-, Konsumgüter-, Software- und Mineralölindustrie war er von 2003 bis 2010 Systemanalytiker und IT-Projektleiter im Handels- und Logistikumfeld.