So finden Sie den richtigen Cloud-Service-Anbieter
Cloud

3 wichtige Ansätze (und 8 Kriterien) für die Auswahl eines Cloud-Integration Anbieters

| | Senior Director Sales, SEEBURGER Inc.
Die Auswahl eines Anbieters von Cloud-Integrationsdiensten ist eine bedeutende Aufgabe

Plant Ihr Unternehmen die Modernisierung Ihrer EDI/B2B-Plattform? Dann empfehlen wir Ihnen für eine maximal erfolgreiche Anbieterauswahl folgende 3 Ansätze:

  • Entscheiden Sie sich frühzeitig für ein Bereitstellungsmodell
  • Halten Sie sich an die acht wichtigsten Kriterien für die Auswahl eines Anbieters
  • Denken Sie auch an die immateriellen Faktoren, die entscheidend für Erfolg oder Misserfolg sein können

Bevor Sie den besten Anbieter für Ihre Integrationsanforderungen auswählen, sollten Sie sich gut überlegen, wer den Evaluierungsprozess für die nächste EDI/B2B-Plattform in Ihrem Unternehmen leiten wird. Dies ist insofern wichtig, als manche zu On-Premises-Lösungen tendieren, die nicht zwingendermaßen die optimale Lösung für Ihr Gesamtunternehmen darstellen.

Bevorzugt Ihr Evaluierungsteam den Einsatz firmeneigener Software? Diese Präferenz ist verständlich und liegt in der Natur von Mitarbeitern, die durch den Einsatz lokaler Lösungen versuchen, ihren Arbeitsplatz zu sichern. Als Executive Sponsor eines solchen Projektes ist es wichtig, die Beweggründe, die hinter den Entscheidungen Ihres Teams liegen, zu verstehen. Doch, sofern Sie sich nicht für eine Full-Service-Lösung entscheiden, sind auch für eine iPaaS-Lösung Personalressourcen erforderlich. Ihre Fachkräfte könnten für diese Aufgabe entsprechend geschult werden, was sich wiederum positiv auf ihre berufliche Laufbahn auswirkt: Je höher ihre Qualifikationen, desto eher können sie anspruchsvollere Aufgaben übernehmen und werden von Routineaufgaben wie Software-Updates entlastet.

Entscheiden Sie sich frühzeitig für ein Bereitstellungsmodell

Es ist ganz entscheidend, sich so früh wie möglich während des Evaluierungsprozesses auf ein Bereitstellungsmodell festzulegen. Dabei gibt es drei Bereitstellungsarten, die in Frage kommen: On-Premises, Integration Platform as a Service (iPaaS) und Managed Services. Die beiden letzteren sind cloudbasiert oder hybrid, wobei die Zukunft von B2B eindeutig in der Cloud liegt. Bei der Auswahl Ihres Bereitstellungsmodells sollten Sie die folgenden Faktoren berücksichtigen:

Fachkräfte

  • Haben Sie erfahrene Fachkräfte, die Ihre neue Umgebung und deren mögliche Erweiterung managen können – sowohl aus geschäftlicher als auch aus technischer Sicht?
  • Ist Ihr Fachkräftebedarf abhängig von der Unternehmensentwicklung? Wie können Sie Ihre Fachkräfte strategisch am besten einsetzen?
  • Können Sie Integrationsexperten problemlos ersetzen, wenn diese unerwartet ausscheiden oder in den Ruhestand gehen?

Falls Sie über begrenzte Personalressourcen verfügen beziehungsweise diese reduzieren möchten, dürfte die Bereitstellung von Managed Services die beste Option sein.

Wenn Sie die Kosten für Infrastruktur und Instandhaltung senken möchten, eine sicherere B2B-Umgebung suchen, jedoch für deren Betrieb lieber eigene Fachkräfte einsetzen, ist iPaaS die beste Lösung.

Change-Management

  • Planen Sie die Einführung neuer Anwendungen, die eine Auseinandersetzung mit Integrationstechnologien für ERP, API oder IoT erforderlich machen?
  • Stellen Sie auf ein neues ERP um oder erwägen Sie den Wechsel zu einer neueren Version Ihres bestehenden ERP?
  • Sind Sie in der Lage, zusätzliche Change-Management-Projekte anzugehen?

Wenn Sie dabei sind, Ihre Architektur zu erweitern oder anzupassen und nicht über die erforderlichen Personalressourcen für das Change-Management verfügen, sind Managed Services Ihre beste Wahl.

Kosten

  • Wie viele Personalressourcen und wie viel Zeit wird die Migration von Ihrer derzeitigen Lösung auf Ihre neue Lösung in Anspruch nehmen?
  • Wie viele Fachkräfte werden nach der Implementierung der neuen Lösung für Support und Change-Management benötigt?
  • Benötigen Sie Ihre IT-Fachkräfte eher in anderen Geschäftsbereichen?

Wenn Sie über gerade ausreichend Personal verfügen, um Ihre aktuellen Anforderungen zu erfüllen, eine Migration jedoch zusätzliche Unterstützung erfordert, sollten Sie eine iPaaS-Lösung in Betracht ziehen.

Strategische Ausrichtung

  • Ziehen Sie derzeit weitere Anwendungen in die Cloud um?
  • Suchen Sie nach geeigneten Strategien für die Cloud-Integration, um die gemeinsame Nutzung von Daten zwischen diesen und weiteren Anwendungen zu ermöglichen, sowohl On-Premises als auch in der Cloud?
  • Sehen Sie die Cloud als entscheidenden Bestandteil Ihrer Unternehmensausrichtung im Hinblick auf neue Technologien oder Geschäftsinitiativen?

Ist die Cloud also Bestandteil der gegenwärtigen und zukünftigen Strategie Ihres Unternehmens, sind, je nach Auslastung, iPaaS oder Managed Services die beste Lösung.

Die acht wichtigsten Auswahlkriterien für Anbieter von iPaaS und Managed Services

Haben Sie sich für ein cloudbasiertes Managed-Services- oder iPaaS-Modell als beste Lösung für Ihr Unternehmen entschieden, sollten Sie die folgenden acht wichtigen Kriterien bei der Evaluierung und Auswahl eines B2B-Dienstleisters beachten:

  1. Hervorragender Support – Jeder Anbieter von Managed Services verfügt über Service Level Agreements (SLAs). Hält er diese jedoch ein? Und woran misst man das? Kann er flexible/individuelle SLAs anbieten? Ist der Support zuverlässig und erfahren? Sind die Support-Mitarbeiter tatsächlich für den Anbieter tätig oder handelt es sich um externe Mitarbeiter? Grundsätzlich sollten alle Anbieter von Managed Services proaktives Monitoring Ihrer B2B-Umgebung sowie Tier-1-Support anbieten. Darüber hinaus sollte Ihr Dienstleister auch ein Monitoring-Tool sowie Berichtsfunktionen anbieten.
  2. Eine einzige Plattform – Betreibt der Anbieter mehrere Integrationsplattformen, sind seine Fachkräfte für Support- und Entwicklung schnell überlastet. Auch stellt sich die Frage, ob er seine Plattform selbst entwickelt oder mit Software von Drittanbietern, beziehungsweise mit durch Übernahmen erworbener Software zusammengeschustert hat? Betreibt Ihr Anbieter bereits mehrere Integrationsplattformen, ist zudem nicht auszuschließen, dass er irgendwann eine weitere Plattform erwirbt, um neue Technologien zu unterstützen. Ihre Plattform wird dadurch leicht zu einer schlecht unterstützten Legacy-Plattform.
  3. Flexibilität – Unterstützt der Anbieter mehrere Bereitstellungsmodelle (On-Premises, iPaaS und Managed Services) mit einer einzigen Plattform? Die Unterstützung aller Bereitstellungsmodelle über dieselbe Plattform bietet die Flexibilität, leichter von einer Bereitstellungsoption zur anderen zu wechseln, und macht es einfacher, alle Bereitstellungsmodelle mit denselben Fachkräften zu unterstützen, egal, ob es sich um Entwicklungs-, Pro-Services- oder Support-Mitarbeiter handelt.
  4. Vorkonfigurierte, gebrauchsfertige Inhalte zur schnelleren Migration in die Cloud und zur Unterstützung des langfristigen Ausbaus Ihrer B2B-Umgebung – Verfügt der Anbieter über Mapping-Bibliotheken, Kommunikationsbibliotheken und Konnektoren für alle gängigen Cloud-Dienste? Schnelle Implementierungen und schnelles Onboarding von Handelspartnern, einschließlich Self-Services, senken die Kosten und erhöhen den ROI.
  5. Support für alle Integrationsmuster – EDI, API, MFT, EAI usw. Vergewissern Sie sich, dass Sie in eine Lösung investieren, die Ihre B2B-Umgebung „zukunftssicher“ macht. Wenn ein Anbieter Ihnen zusichert, dass er APIs unterstützt, sollten Sie genauer nachfragen: Bietet er API-Management? Unterstützt er asynchrone Kommunikation? Wie umfangreich ist seine API-Bibliothek? Ermöglicht er die Konnektivität mit einer Vielzahl von Systemen und Anwendungen?
  6. Sicherheit – Jeder Anbieter sollte Zertifizierungen sowie die jüngsten Auditergebnisse vorlegen können. Die folgenden sollten unbedingt dazugehören: SOC 1 Typ 2, DSGVO, ISO27001, ISAE 3402-Audit. Der geeignete Anbieter von Managed Services kann eine Umgebung garantieren, die sicherer ist als die, die Sie mit Ihrer On-Premises-Lösung bereitstellen können.
  7. Skalierbarkeit und Verfügbarkeit – Offengesagt können viele der kleineren Anbieter das Transaktionsvolumen von Unternehmenskunden überhaupt nicht bewältigen. Es ist also ganz wesentlich sicherzustellen, dass Ihr Anbieter nicht nur das aktuelle, sondern auch Ihr zukünftiges Transaktionsvolumen meistern kann. Ihr Anbieter sollte hierbei eine Verfügbarkeit von 99 % garantieren und Erfahrung mit umfangreichen und anspruchsvollen B2B-Umgebungen haben.
  8. Globale und lokale Präsenz – Als US-amerikanisches Unternehmen setzen Sie einen Support in den USA voraus. Wichtig ist zudem, dass der Anbieter auch über ein Rechenzentrum in den USA verfügt. Haben Sie hingegen eine Niederlassung in Europa oder Asien, werden Sie angesichts des globalisierten Geschäftslebens von heute auch dort lokalen Support und ein Rechenzentrum voraussetzen.

Diese immateriellen Faktoren sind entscheidend für den Erfolg oder Misserfolg eines Managed-Services-Projektes

Jeder qualifizierte B2B-Managed-Services-Dienstleister sollte die genannten acht grundlegenden Kriterien für die Anbieterauswahl erfüllen. Oft sind es jedoch die immateriellen Faktoren, die über den Erfolg oder Misserfolg von Managed-Services-Projekten entscheiden.

Um herauszufinden, ob ein Anbieter von Managed Services wirklich kundenorientiert ist, prüft man am besten seine Referenzen. Viele Anbieter nennen ihre Referenzen bevorzugt erst am Ende des Prozesses, weil sie ihre Kunden nicht mit häufigen Referenzanrufen belästigen wollen. Zufriedene Kunden sind jedoch in der Regel gerne bereit, mit Interessenten zu sprechen.

Diese drei entscheidenden Faktoren sollten also in Ihren Entscheidungsprozess einfließen:

  • Erweckt der Anbieter Vertrauen?
  • Verfügt er über Branchenkenntnisse?
  • Sind Sie mit den angegebenen Referenzen zufrieden?

Für den Erfolg von Managed Services wird der ideale Anbieter zu einem verlängerten Arm Ihres IT-Teams und ermöglicht Ihren Mitarbeitern, sich auf strategischere Projekte zu konzentrieren. Mit der richtigen Wahl können Sie Personal- und Infrastrukturkosten senken und eine stabile und effiziente Umgebung für das Management und den Ausbau Ihrer B2B-Umgebung schaffen.

Integrationslösungen von SEEBURGER sind eine Synthese aus unserer Technologie, unseren Services und unseren Mitarbeitern – mit dem alleinigen Ziel, Ihr Business zu beschleunigen. Die volle Spektrum der SEEBURGER Business Integration Suite ist die Grundlage für SEEBURGER iPaaS, verfügbar in der SEEBURGER Cloud, in Public Clouds und in Ihrer Private Cloud/Rechenzentrum.

Wählen Sie Ihren Service-Level:

  • Eigenständiger Betrieb der Plattform durch den Kunden
  • Betrieb der Plattform durch SEEBURGER
  • Full-Service-Betrieb der Plattform durch SEEBURGER samt Integrationen

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Wir stellen bereits in einem frühen Stadium des Evaluierungsprozesses Referenzen zur Verfügung. Hierfür arbeiten wir mit der US-amerikanischen Plattform – IT Central Station – zusammen. Diese führt Kundenbefragungen durch und veröffentlicht die Ergebnisse online. Entscheidungsträger in Unternehmen finden hier Bewertungen aus den Bereichen Cybersecurity, DevOps und IT.

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Ray Moore | SEEBURGER Inc.

Ein Beitrag von:

Ray Moore, Senior Director Sales, verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung im High-Tech-Vertrieb, wobei sein Fokus in den letzten 20 Jahren auf komplexen Datenintegrationslösungen für Global 1000-Unternehmen lag. Hierzu zählen APIs, B2B-, MFT- und IoT-Lösungen, die über Managed Services, IPaaS und On-Premises installierte Software bereitgestellt werden. Ray verfügt über einen BBA in Finanzwissenschaften des Terry College of Business der University of Georgia.